Feste oder flexible Wechselkurse?

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Der vorliegende Beitrag greift im Hinblick auf das Thema währungspolitische Erfahrungen aus einem Zeitraum von mehr als 120 Jahren auf. Sie beziehen sich auf den klassischen Goldstandard, das Bretton-Woods-System, die europäische Währungsintegration, den Transformationsprozeß osteuropäischer Länder und jüngere Finanz- und Währungskrisen. Bei der Auswertung werden zwei Hypothesen besonders hervorgehoben und durch währungspolitische Erfahrungen belegt: 1. Bei liberalisiertem internationalen Kapitalverkehr und festen Wechselkursen verliert ein Land seine geldpolitische Autonomie in der Stabilisierungspolitik. 2. Eine Wechselkursanbindung an eine als Stabilitätsanker fungierende Währung kann sich bei der Rückführung hoher Inflationsraten als hilfreich erweisen, führt aber u.U. auf längere Sicht zur einer Gefährdung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit des betreffenden Landes. Unter Einbeziehung auch von Erfahrungen mit der größeren Wechselkursflexibilität nach dem Zusammenbruch des Bretton-Woods-Systems lautet die Antwort auf die im Thema gestellte Wechselkursfrage als Fazit aus den währungspolitischen Erfahrungen folgendermaßen: Flexibel oder wenn fest, dann glaubwürdig fest. (JEL F31, F33)

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